Klinikum Itzehoe darf Speiseröhrenoperationen wieder durchführen

Datum:
Ärzteteam Speiseröhren-OP

Erfolgreiche erste Operation

Am Klinikum Itzehoe dürfen seit dem 1. Mai wieder Operationen an der Speiseröhre durchgeführt werden. Nach einer zweijährigen Unterbrechung war die erneute Zulassung an die fristgerechte Antragstellung und die Erfüllung strenger Vorgaben geknüpft. Dem Antrag wurde stattgegeben – damit ist ein hochkomplexer Eingriff wieder fester Bestandteil des operativen Spektrums am Haus.

Die ersten Eingriffe laufen bereits erfolgreich. Am 7. Mai wurde die erste Operation an der Speiseröhre am Klinikum Itzehoe erfolgreich durchgeführt. Operiert wird robotergestützt durch ein spezialisiertes Team, das sich in mehreren Trainings unter anderem in Freiburg, Amsterdam und Berlin gezielt auf die Wiederaufnahme dieser anspruchsvollen Eingriffe vorbereitet hat.

Ein Patient, der die neue Behandlungsoption bereits nutzen konnte, ist Walter Hamdorf aus Hohenwestedt. Der 60-Jährige erhielt im Februar seine Krebsdiagnose und wurde über acht Wochen mit einer ambulanten Chemotherapie auf den Eingriff vorbereitet. Kurz nach der erfolgreichen Operation steht er nun vor der Entlassung.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese komplexen Eingriffe wieder anbieten können. Das ist ein wichtiger Schritt für unser Haus und vor allem für unsere Patientinnen und Patienten. Entscheidend war die intensive Vorbereitung des gesamten Teams sowie die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen“, sagt Prof. Dr. Michael Neipp, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie am Klinikum Itzehoe.

Die roboterassistierte Chirurgie spielt am Klinikum Itzehoe bereits seit längerem eine wichtige Rolle. Mit der Wiederaufnahme der Speiseröhrenchirurgie wird das Behandlungsspektrum des Hauses nun um einen besonders anspruchsvollen Bereich erweitert.

Spezialisierte Versorgung vor Ort

Die Speiseröhrenchirurgie zählt zu den komplexesten Eingriffen der Viszeralchirurgie. Dass sie nun wieder in Itzehoe angeboten werden kann, stärkt die spezialisierte Versorgung in der Region und verkürzt für viele Betroffene die Wege zu einer hochqualifizierten Behandlung. 

Für das Klinikum bedeutet die Wiederaufnahme nicht nur einen medizinischen Erfolg, sondern auch ein starkes Signal für die Leistungsfähigkeit des interdisziplinären Teams. Die enge Verzahnung von Operateuren, internistischen Onkologen, Anästhesie und Pflege war entscheidend für die erfolgreiche Vorbereitung.

Hintergrund

Vor der Operation wurde der Patient zunächst über mehrere Wochen mit Chemotherapie behandelt, um den Eingriff bestmöglich vorzubereiten. Dieses Vorgehen entspricht dem komplexen Behandlungspfad bei Speiseröhrenkrebs und erfordert eine präzise Abstimmung aller Beteiligten.

Mit der erneuten Zulassung ist das Klinikum Itzehoe der einzige Versorger an der Westküste Schleswig-Holsteins.