Mit dem Einsatz robotergestützter Technologie hebt das Klinikum Itzehoe die Kniechirurgie auf ein neues Präzisionsniveau: Ein innovatives System ermöglicht individuell abgestimmte Eingriffe und verspricht bessere Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten.
Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Itzehoe setzt neue Maßstäbe in der Versorgung von KniepatientInnen: Mit dem robotergestützten System VELYS™ Robotic Assisted Solution kommt eine hochmoderne Technologie zum Einsatz, die eine besonders präzise Implantation von Knieprothesen ermöglicht.
Das innovative System unterstützt Operateure dabei, künstliche Kniegelenke im Zehntelmillimeterbereich exakt zu positionieren. Grundlage ist eine individuelle Analyse des betroffenen Gelenks, aus der eine virtuelle, navigierte Operation berechnet wird – abgestimmt auf die jeweilige Anatomie des Patienten. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Verfahren sind dafür keine CT-Aufnahmen notwendig, wodurch zusätzliche Strahlenbelastung vermieden wird.
„Mit dem robotergestützten System erreichen wir ein neues Niveau an Präzision in der Knieendoprothetik“, erklärt Ismail El Ayoubi, Leiter Endoprothetik und Oberarzt in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Itzehoe. „Die Technologie ermöglicht es uns, die Prothese optimal an die individuelle Anatomie und die Bandspannung des Gelenks anzupassen. Das kann zu einer schnelleren Rehabilitation, einer verbesserten Funktion und einer höheren Patientenzufriedenheit beitragen.“
Während des Eingriffs erlaubt das System eine kontinuierliche Kontrolle und Anpassung in Echtzeit. Bereits vor den eigentlichen Sägeschnitten kann deren Auswirkung simuliert und bewertet werden. So lässt sich die Operation noch präziser planen und durchführen.
Auch im klinischen Ablauf bringt die Technologie Vorteile: Durch die exakte präoperative Planung reduziert sich der Bedarf an Instrumenten im Operationssaal. Gleichzeitig profitieren Operateure und OP-Teams von einer verbesserten Dokumentation und Qualitätssicherung.
„Entscheidend für den Behandlungserfolg bleibt das Zusammenspiel aus Erfahrung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und moderner Technik“, betont PD Dr. Tim Klüter, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Itzehoe. „Das robotergestützte System ist ein wertvolles Werkzeug, das unser Team dabei unterstützt, unseren Patientinnen und Patienten eine möglichst schonende und passgenaue Versorgung zu bieten.“
Mit der Einführung der robotergestützten Kniechirurgie unterstreicht das Klinikum Itzehoe seinen Anspruch, innovative Technologien gezielt einzusetzen, um die Behandlungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.